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Trends im Interior Design 2017: Jetzt schon vorplanen

Zwar ist das Jahr 2016 noch lange nicht zu Ende und uns stehen noch vier weitere Monate bevor. Doch in der Designindustrie wird schon jetzt heiß über die Trends des kommenden Jahres diskutiert. Denn wer momentan ein Haus baut oder dieses von einem Interior Designer einrichten lassen möchte, sollte sich auch die zukünftigen Entwicklungen auf dem Markt anschauen. Schließlich möchte man ja nicht, dass das neue Haus oder die Wohnung bereits nach einem Jahr nicht mehr aktuell und veraltet ist. Und wie sich jetzt bereits abzeichnet, wird 2017 auf jeden Fall abwechslungsreich, wobei die klassische und puristische Designlinie der vorangegangenen Jahre beibehalten wird. Das heißt, dass natürliche und zugleich exklusive Materialien im Wohndesign eine bedeutende Rolle spielen werden, ebenso wie der Wohlfühlfaktor.

Der rote Naturstoff: Terrakotta

Die Experten von Nathan + Jac sind sich sicher, dass warme Materialien wie Terrakotta im nächsten Jahren die kühleren Grau- und Weißtöne aus den Wohnräumen vertreiben werden. Im Kontrast zu den 1980er Jahren wird dieses Material aber nicht als Bordüre oder Kantenverkleidung genutzt. Vielmehr wird das Terrakotta selbst zu einem wichtigen Gestaltungsmittel, in dem es für das Design von Feuerstellen oder den Aufbau von dekorativen Badezimmerwänden verwendet wird. Dafür sollte das Terrakotta aber nicht zu rustikal und keinesfalls zu glänzend sein, da es sonst einen Old-School-Charakter versprüht.

Das Wort Terrakotta leitet sich übrigens aus dem Italienischen ab und bedeutet so viel wie „gebrannte Erde“. In aller Regel werden unglasierte keramische Produkte, die aus kalkhaltigem gelblichem Ton gewonnen werden, als Terrakotta zusammengefasst. Im Interior Design findet man dieses Material vorwiegend als Fliese und Farbbezeichnung. So habe ich mir letztens ein Jugendzimmer komplett angesehen, das als Terrakottaton angepriesen wurde.

Das unglaubliche Revival: Kork

Ich kann mich noch stark daran erinnern, als ich als Kind Korkwände benutzt habe, um mir die wichtigsten Schulnotizen festzuhalten. Seither war dieses Material mehr oder weniger aus meinem Gedächtnis verschwunden. Nun verspricht die Designerin Lauren Macer, dass das Naturmaterial ein Comeback in unseren Wohnungen feiern wird. Warum liegt klar auf der Hand. Denn Kork bietet zugleich mehrere Vorteile. Nicht nur, dass es stilvoll ist und dem Raum eine gewisse Wärme verleiht, sondern es absorbiert auch Lärm und dämmt Tritte. Seine Textur kann ebenso als individuelles Gestaltungsmittel für Wände und Boden gleichermaßen eingesetzt werden. Auch Möbel aus Kork sind groß im Kommen. So kann man beispielsweise immer häufiger Badmöbel aus Kork und Stein als Verbundmaterialien kaufen.

Da Kork aus der Rinde der Korkeiche hergestellt wird, ist es grundsätzlich ein sehr natürliches Material, dessen Oberfläche vor dem Gebrauch im Haushalt aber unbedingt behandelt werden muss. Dafür gibt es verschiedene Methoden. Eingefärbte Fliesen zum Beispiel werden vor dem Verkauf mit einem speziellen Siegellack versiegelt. Diese Versiegelung sollte man als Haus- oder Wohnungseigentümer regelmäßig auffrischen. Bei Kork entspricht dieser Zeitraum rund vier Jahre. Unbehandelter Kork wird in aller Regel mit Ölen oder Wachsen versiegelt. Im Außenbereich eignen sich zudem farbige Öle wie Teaköl.

Die kühle Frische: Dunkelgrün

Zwar hat Pantone bislang noch nicht seine Trendfarben für das kommende Jahr preisgegeben. Dennoch wird eine Farbe 2017 hoch im Kurs stehen: Dunkelgrün. Diese Must-Have-Farbe wird in all ihren Schattierungen das Navy- und Mitternachtsblau ebenso wie Serenity und Rosenquarz aus den Wohnungen vertreiben. Denn dieser Farbton bietet einen gewissen nordischen Flair, gepaart mit Natürlichkeit und Frische. Kombiniert man beispielsweise eine dunkelgrüne Ledercouch mit einem dunklen Holzparkett-Boden, so erhält man eine einzigartige Gemütlichkeit. Jedoch sollte man bei der Wanddekoration aufpassen. Schließlich kann ein Raum, der komplett in Dunkelgrün gestrichen wurde, schnell erdrückend und zu dunkel wirken. Deshalb ist es besser, diese Farbe akzentuiert einzusetzen.

Die neue Gemütlichkeit: gepolsterte Bettlehnen

Betten werden sich im Jahr 2017 dramatisch wandeln. Denn die Rahmenbetten werden durch ein gemütlicheres Wohnutensil ersetzt: die Polsterbetten mit Lehnen. Was am Anfang stark an die US-amerikanischen Serien oder ein typisches Luxushotel erinnert, kann auch in deutschen Schlafzimmern zum Standard werden. Gerade, wenn man gern im Bett liest oder sogar Fernsehen schaut, ist es solche Lehne sehr pragmatisch. Zugleich ist sie auch ein Dekorationsartikel, der die gesamte Optik des Bettes positiv aufwertet.

Das klassische Modell des Polsterbettes ist aus natürlichen Farbtönen gefertigt, welches sich unkompliziert in jedes Farbschema integrieren lässt. Lediglich die Bettlehne bietet mit dem Knopfdesign ein besonderes Highlight. Wer möchte, kann auch Polsterbetten in anderen Designs erwerben. Mittlerweile haben sich nämlich die Möbelhäuser stark auf diesen kommenden Trend spezialisiert, insbesondere auf die Schlafsystem-Variante des Boxspringbettes.

Der unkomplizierte Freiraum: Eskapismus

In einer zunehmend technisierten Welt sehnen sich die Menschen auch in ihren eigenen vier Wänden danach, möglichst frei von Technik zu leben. Oder sich selbst Ruheräume zu schaffen. Dies kann zum Beispiel ein kleiner Wintergarten mit Relaxliege oder Sofa sein, in dem keinerlei Technik erlaubt ist. Andere Haus- und Wohnungseigentümer setzen lediglich auf Standardelektronik, etwa einen Fernseher pro Haushalt oder Smartphones. Zusätzlich Technik entsprechend des intelligenten Wohnens wird vermieden. Dadurch soll das eigene Leben entstresst werden. Das Interior Design im Jahr 2017 reagiert darauf und bietet als Ausgleich zum vernetzten Leben den Eskapismus an.

29.8.16 23:30, kommentieren

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Farben im Raumdesign: Das ist zu beachten!

Farben sind nicht nur wichtig, um unsere Gefühle und Emotionen auszudrücken. Sie sind ein bedeutender Bestandteil unseres Lebens – und das auch beim Wohnen. Denn mit einer spezifischen Farbgestaltung kann man bestimmte Stimmungen erzeugen. Oder eben optische Wirkungen. So lassen helle Farben, wie die meisten wissen, kleine Räume größer erscheinen. Farbige Linien und Balken als horizontale Gestaltungsmittel haben einen ähnlichen Effekt, während sie in vertikaler Manier als Raumtrenner fungieren können. Dunkle Farben schaffen hingegen ein Gefühl von Enge, gleichzeitig aber auch von Gemütlichkeit und Wohnlichkeit.

Diese grundlegende Einteilung in kalte und warme bzw. dunkle und helle Farbtöne ist weitgehend bekannt. So wird Blau in seinen dunklen Schattierungen eher als kalt wahrgenommen. Dem gegenüber empfinden wir Orange, Gelb und helles Rot als eher warm. Doch dieses Wissen soll an dieser Stell nicht noch einmal ausgegraben werden. Vielmehr geht es um eine andere Einteilung in der Innenarchitektur, jene Einteilung in statische, konstruktive und dynamisch wirksame Farben.

Als statische Farben werden jene Töne bezeichnet, die dem Design der Grundatmosphäre dienen. Dazu zählen zum Beispiel Weiß, Grau, Beige und alle anderen Erdtöne. Sie wirken im Gegensatz zu den konstruktiven Farben sehr zurückhaltend auf den Betrachter, da sie nicht sofort ins Auge springen. Das bedeutet grundsätzlich, dass sie sich der Architektur des Raumes unterordnen, weshalb sie im Interior Design flächendeckend eingesetzt werden.

Ist die farbliche Grundatmosphäre festgelegt, so wird die Formsprache des Raumes durch die sogenannten konstruktiven Farben geschaffen. Wie der Name bereits besagt, konstruieren sie das Image und den Ausdruck des Raumes, weshalb sie wesentlich farbintensiver und prägnanter sind als die statischen Farben. Gleichzeitig bilden sie einen Kontrast zu diesen.

Um eine Individualisierung des Raumes zu verwirklichen, setzt der Innendesigner im dritten Schritt die dynamisch wirksamen Farben ein, zu denen hervortretende Farben wie Orange oder Rot als auch zurückhaltende Farben wie Marineblau und Schwarz zählen. Sie werden akzentuiert in Wände, Stützen, Wandvorsprünge oder Kamine integriert. Dabei gilt der Grundsatz. Hellere Farben werden dafür genutzt, um Vorzüge zu betonen. Dunklere Farben dienen dem Kaschieren. Deshalb ist beispielsweise das Weißen von sehr niedrigen Decken eher ein Fehler, da der Blick sofort auf diesen Makel fallen wird. Vielmehr sollte man diese mit dunklen Holzpanelen einkleiden und die Wände in einem hellen Ton belassen.

29.8.16 23:28, kommentieren